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PKVReferendare6. Oktober 2026

PKV für Referendare in Schleswig-Holstein: Der Wechsel

Wie Referendarinnen und Referendare in Schleswig-Holstein zwischen GKV und PKV entscheiden, welche Beihilfe sie erhalten und worauf es beim Wechsel ankommt.

ProvenExpert4,9/5 · echte Kundenstimmen

Friederike, 25, sitzt nach ihrem ersten Tag am Studienseminar in Kiel über einem Brief des Landesamts für Besoldung und Versorgung: Sie soll sich jetzt zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung entscheiden. Als Referendarin in Schleswig-Holstein hat sie sechs Monate Zeit, bevor die Öffnungsaktion für den erleichterten Zugang zur PKV verstreicht. PKV für Referendare in Schleswig-Holstein bedeutet konkret: 50 % Beihilfe vom Dienstherrn, die restlichen 50 % sichern Sie selbst ab – und genau hier entscheidet sich, ob Sie monatlich mehr zahlen als nötig.

Mehr zum Einstieg in die private Krankenversicherung während des Referendariats lesen Sie in meinem Beitrag PKV für Referendare: Der Einstieg.

Das Wichtigste in Kürze

  • 50 % Beihilfe für Referendarinnen und Referendare in Schleswig-Holstein: Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf erhalten Sie den Grundsatz-Bemessungssatz, unabhängig davon, ob Sie ledig sind oder ein Kind haben.

  • Ab zwei Kindern steigt der Satz auf 70 %: Mit mehreren Kindern übernimmt das Land einen deutlich größeren Teil Ihrer Krankheitskosten.

  • Sechs Monate Frist für die Öffnungsaktion: Innerhalb von sechs Monaten nach Beginn Ihres Beamtenverhältnisses nehmen teilnehmende Versicherer Sie ohne lange Gesundheitsprüfung auf, der Risikozuschlag ist auf 30 % gedeckelt.

  • Belege verfallen nach zwei Jahren: Beihilfefähige Aufwendungen müssen Sie innerhalb von zwei Jahren nach Rechnungsdatum einreichen, sonst erlischt der Anspruch.

  • Schleswig-Holstein bietet keine pauschale Beihilfe für Referendare: Anders als in einigen anderen Bundesländern läuft die Absicherung hier über die klassische individuelle Beihilfe mit ergänzender Krankenversicherung.

In einem kostenfreien Erstgespräch zeige ich Ihnen in 30 Minuten, wie sich diese Sätze konkret auf Ihre Beiträge auswirken.

Albert Sibert

Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater mit Schwerpunkt auf Beamte, Referendare und Anwärter. Seit 2019 begleite ich Sie bei Beihilfe, PKV, BU und Altersvorsorge – mit über 250 Partnergesellschaften statt nur einem Produkt.

Warum PKV oder GKV für Referendare in Schleswig-Holstein keine Nebensache ist

Mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst werden Sie Beamtin oder Beamter auf Widerruf. Für die Krankenversicherung heißt das: Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen Teil Ihrer Krankheitskosten, den Rest sichern Sie selbst ab. In Schleswig-Holstein liegt dieser Dienstherrenanteil für die meisten Referendarinnen und Referendare bei 50 % – spürbar niedriger als in Bundesländern mit 70 % Beihilfe für Berufsanfänger.

Dieser niedrigere Satz macht die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung in Schleswig-Holstein besonders wichtig. Bleiben Sie freiwillig in der GKV, erhalten Sie keinen Beihilfezuschuss und zahlen den vollen Beitrag selbst. Wechseln Sie in die PKV, versichern Sie nur noch die verbleibenden 50 % Ihres Risikos – bei entsprechend geringeren Beiträgen.

Was es kostet, wenn Sie zu lange in der GKV bleiben

Friederikes Mitbewohner aus dem Studium, Lasse, hat sein Referendariat in Flensburg ein Jahr früher begonnen und die Entscheidung monatelang vor sich hergeschoben. Erst kurz vor Ablauf der Sechs-Monats-Frist der Öffnungsaktion hat er sich mit dem Thema beschäftigt – und in der Zwischenzeit spürbar mehr gezahlt als nötig.

Der Grund: In der freiwilligen GKV zahlen Sie 2026 den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 % zuzüglich eines durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 2,9 %, zusammen also 17,5 % Ihrer Bezüge für die Krankenversicherung (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit). Hinzu kommt die Pflegeversicherung mit 3,6 % plus 0,6 % Kinderlosenzuschlag ab 23 Jahren, macht in Summe 21,7 %. Bei Anwärterbezügen der Besoldungsgruppe A13 von rund 1.800 Euro monatlich (Stand: 1. April 2026) sind das rund 391 € monatlich – ohne jeden Beihilfezuschuss.

Eine private Krankenversicherung mit Beihilfeergänzung deckt dagegen nur die verbleibenden 50 % des Risikos ab, die die Beihilfe nicht übernimmt. Wie viel das im Einzelfall kostet, hängt vom gewählten Tarif ab – mehr dazu in meinem Beitrag Kosten der PKV für Referendare.

Beihilfe in Schleswig-Holstein: Die Sätze im Überblick

Die Beihilfeverordnung Schleswig-Holstein regelt die Bemessungssätze in § 6 BhVO SH (Quelle: Landesregierung Schleswig-Holstein, Beihilferecht, Stand: Oktober 2026). Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Sätze für Beihilfeberechtigte im aktiven Dienst, zu denen auch Referendarinnen, Referendare und Beamtenanwärter zählen.

PersonengruppeBemessungssatz
Beihilfeberechtigte ohne Kind oder mit einem Kind50 %
Beihilfeberechtigte mit zwei oder mehr Kindern70 %
Berücksichtigungsfähige Ehegatten und Lebenspartner70 %
Berücksichtigungsfähige Kinder80 %

Eine weitere Besonderheit betrifft die Frist für die Einreichung von Belegen: Beihilfefähige Aufwendungen müssen Sie innerhalb von zwei Jahren nach Rechnungsdatum geltend machen, danach verfällt der Anspruch. Für Referendarinnen und Referendare mit vielen kleinen Rechnungen zu Semesterbeginn lohnt sich deshalb eine feste Routine beim Sammeln und Einreichen.

So wählen Sie den richtigen PKV-Tarif als Referendarin in Schleswig-Holstein

Bei der Tarifwahl zählen für Referendarinnen und Referendare in Schleswig-Holstein vor allem diese Kriterien:

  • Beihilfekonformer Tarif: Der Tarif muss exakt die verbleibenden 50 % abdecken, die die Beihilfe nicht übernimmt – sonst entstehen Lücken oder doppelte Leistungen.

  • Anwärtertarif ohne Altersrückstellungen: Spezielle Tarife für die Ausbildungszeit halten die Beiträge während des Referendariats niedrig und werden nach der Verbeamtung auf Lebenszeit regulär umgestellt.

  • Beihilfeergänzung für Zahnersatz und Co.: Die Beihilfe deckt nicht jede Rechnung vollständig. Eine Beihilfe Ergänzungsversicherung schließt typische Lücken bei Zahnersatz, Heilmitteln und Sehhilfen.

  • Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit: Viele Tarife erstatten einen Teil des Beitrags zurück, wenn Sie im Jahr keine Rechnungen einreichen.

  • Flexible Anpassung nach der Ausbildung: Der Tarif passt sich ohne neue Gesundheitsprüfung an den späteren Beamtenstatus auf Probe oder Lebenszeit an.

Welche Tarifbausteine für Ihre persönliche Situation sinnvoll sind, lässt sich pauschal nicht beantworten. Bevor die Gesundheitsfragen zum Problem werden: Sichern Sie sich jetzt einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch, in dem wir Ihre konkrete Situation durchgehen.

Die häufigsten Fehler beim PKV-Wechsel im Referendariat

In der Beratungspraxis wiederholen sich bei Referendarinnen und Referendaren in Schleswig-Holstein dieselben Fehler:

  • Die Sechs-Monats-Frist verstreicht ungenutzt: Wer die Öffnungsaktion verpasst, braucht später eine reguläre Gesundheitsprüfung ohne Zuschlagsdeckel.

  • Gesundheitsfragen werden zu knapp beantwortet: Dieselben Fallstricke wie bei der Dienstunfähigkeitsversicherung gelten auch beim PKV-Antrag – mehr dazu in meinem Beitrag Gesundheitsfragen in der DU-Versicherung für Referendare.

  • Nur der nackte Beitrag wird verglichen: Selbstbeteiligung, Beihilfeergänzung und Beitragsrückerstattung verändern die tatsächliche Belastung oft erheblich.

  • Die GKV-Kündigungsfrist wird unterschätzt: Bei freiwilliger GKV-Mitgliedschaft gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende – ohne rechtzeitige Kündigung entsteht eine doppelte Beitragspflicht.

  • Die Entscheidung wird allein aus dem Bauch heraus getroffen: Gerade die Kombination aus Beihilfesatz, Tarifwahl und Gesundheitsfragen lohnt eine fachliche Einordnung vor der Unterschrift.

Die Öffnungsaktion nutzen: Der richtige Zeitpunkt zum Wechseln

Die Öffnungsaktion ist eine Selbstverpflichtung teilnehmender privater Krankenversicherer: Referendarinnen und Referendare erhalten innerhalb von sechs Monaten nach Beginn des Beamtenverhältnisses Zugang zur PKV, auch mit Vorerkrankungen. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer, nicht der spätere Versicherungsbeginn. Der Risikozuschlag ist dabei auf 30 % gedeckelt, erhältlich sind allerdings nur beihilfekonforme Grundtarife ohne Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung oder Einbettzimmer.

Friederike hat sich nach dem Gespräch mit einer Kollegin für den direkten Wechsel entschieden und den Antrag noch in der ersten Woche ihres Referendariats gestellt. Diese Checkliste hilft bei der zeitlichen Planung:

  • Woche 1 bis 4: Beamtenverhältnis prüfen lassen, Anwärtertarife mit Beihilfeergänzung vergleichen.

  • Monat 2: PKV-Antrag stellen und Quotenbescheinigung anfordern.

  • Spätestens Monat 4: Freiwillige GKV-Mitgliedschaft fristgerecht kündigen, falls vorhanden.

  • Vor Ablauf von Monat 6: Antrag muss beim Versicherer eingegangen sein, um die Öffnungsaktion zu nutzen.

Albert hat sich mit mehreren Online-Terminen sehr viel Zeit genommen, meine Situation zu verstehen und mir daraufhin verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Kosten und Provision wurden offen angesprochen.

Jana P., Lehramtsstudentin – Bewertung auf ProvenExpert

Häufige Fragen zur PKV für Referendare in Schleswig-Holstein

Wie hoch ist die Beihilfe für Referendare in Schleswig-Holstein?

Referendarinnen und Referendare ohne oder mit einem Kind erhalten in Schleswig-Holstein den Grundsatz-Bemessungssatz von 50 %. Ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern steigt der Satz auf 70 %. Die restlichen Kosten sichern Sie über die gesetzliche oder private Krankenversicherung selbst ab.

Muss ich mich als Referendarin in Schleswig-Holstein privat versichern?

Eine Pflicht zur PKV besteht nicht, Sie können auch freiwillig gesetzlich versichert bleiben. In der GKV erhalten Sie allerdings keinen Beihilfezuschuss und zahlen den vollen Beitrag selbst, während die PKV nur die verbleibenden 50 % Ihres Risikos abdeckt.

Was passiert, wenn ich die Sechs-Monats-Frist der Öffnungsaktion verpasse?

Nach Ablauf der Frist nehmen Versicherer Sie weiterhin auf, allerdings ohne den gedeckelten Risikozuschlag von 30 % und ohne die vereinfachte Gesundheitsprüfung. Bei Vorerkrankungen kann das zu höheren Beiträgen oder Ausschlüssen führen.

Gibt es in Schleswig-Holstein eine pauschale Beihilfe für Referendare?

Nein. Anders als in einigen anderen Bundesländern können Referendarinnen und Referendare in Schleswig-Holstein nicht zwischen individueller und pauschaler Beihilfe wählen. Die Absicherung läuft über die klassische individuelle Beihilfe mit ergänzender Krankenversicherung.

Wie lange habe ich Zeit, Beihilfebelege in Schleswig-Holstein einzureichen?

Beihilfefähige Aufwendungen müssen Sie innerhalb von zwei Jahren nach dem Rechnungsdatum geltend machen. Reichen Sie Belege später ein, verfällt der Anspruch auf Erstattung.

Kann ich nach dem Referendariat wieder in die GKV zurückwechseln?

Als verbeamtete Person ist der Rückweg in die gesetzliche Krankenversicherung stark eingeschränkt, da die Versicherungspflichtgrenze für Sie in der Regel nicht greift. Die Entscheidung beim Start des Referendariats wirkt deshalb meist über die gesamte Beamtenlaufbahn fort.

Passend zur PKV: Weitere Themen für Ihren Start ins Referendariat

Neben der Krankenversicherung lohnt sich beim Berufsstart ein Blick auf weitere Absicherungen:

  • Dienstunfähigkeit in den ersten Dienstjahren: Als Beamtin oder Beamter auf Widerruf haben Sie bei Dienstunfähigkeit kaum Absicherung durch den Dienstherrn. Mehr dazu in Dienstunfähigkeit bei Berufsanfängern. Im Erstgespräch ordnen wir ein, ob und wann sich eine DU-Versicherung für Sie neben der PKV für Referendare in Schleswig-Holstein lohnt.

  • Finanzielle Reserve für den Berufsstart: Wer Beiträge zur PKV plant, braucht parallel einen Puffer für unerwartete Ausgaben. Wie Sie diesen aufbauen, lesen Sie in Notgroschen aufbauen. Gerne zeige ich Ihnen im Gespräch, wie sich Versicherung und Rücklage sinnvoll kombinieren lassen.

  • Finanzfehler bei der Verbeamtung vermeiden: Die PKV-Entscheidung ist nur einer von mehreren Punkten, die beim Übergang in die Lebenszeitverbeamtung zählen. Einen Überblick gibt mein Beitrag Verbeamtung auf Probe: Finanzfehler vermeiden. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wo bei Ihnen der größte Handlungsbedarf liegt.

Einen Überblick über alle Themen rund um Beihilfe, PKV und Absicherung im öffentlichen Dienst finden Sie in meinem Ratgeber.

Friederike hat ihren PKV-Antrag in der ersten Woche ihres Referendariats gestellt, Lasse erst kurz vor Ablauf der Öffnungsaktion – mit spürbar höheren Beiträgen durch die verlorenen Monate in der freiwilligen GKV. Der Unterschied zwischen beiden liegt nicht im Verdienst oder in der Besoldungsgruppe, sondern allein im Zeitpunkt der Entscheidung. Für die PKV für Referendare in Schleswig-Holstein gilt: Je früher Sie die Beihilfesätze, die Tarifkriterien und die Sechs-Monats-Frist kennen, desto günstiger und unkomplizierter gelingt der Wechsel.

Dieses Erstgespräch eignet sich für Sie, wenn Sie als Studentin oder Student kurz vor dem Referendariat stehen, mitten im Vorbereitungsdienst in Schleswig-Holstein die Sechs-Monats-Frist im Blick behalten müssen oder als junge Beamtin beziehungsweise junger Beamter in den ersten Dienstjahren Ihre Krankenversicherung zum ersten Mal wirklich durchrechnen wollen. In 30 Minuten sehen wir gemeinsam, welcher Tarif zu Ihrer Besoldungsgruppe und Ihrer familiären Situation passt. Wie ich vergütet werde, sage ich Ihnen offen im Gespräch – das kostenfreie Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich.

Albert Sibert

Albert Sibert

Versicherungsexperte

Über mich

Unabhängiger Finanzberater mit Schwerpunkt auf Beamte, Referendare und Anwärter im öffentlichen Dienst. Seit 2019 begleite ich Sie bei Beihilfe, PKV, Dienstunfähigkeit und Altersvorsorge – mit über 250 Partnergesellschaften zur Auswahl.

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