Mein Beamtenportal
PensionReferendare31. August 2026

Altersvorsorgedepot 2027: Was Referendare jetzt wissen müssen

Früh starten, klug vorsorgen – Ihr Vorteil als Referendar.

ProvenExpert4,9/5 · echte Kundenstimmen

Das Altersvorsorgedepot für Referendare ist ab 2027 ein zentrales Thema: Der Bundestag hat die Reform am 27. März 2026 verabschiedet, der Bundesrat stimmte am 8. Mai 2026 zu, seit dem 29. Mai 2026 ist das Gesetz in Kraft. Ab dem 1. Januar 2027 sollen die ersten Produkte verfügbar sein. Wenn Sie gerade Ihr Referendariat absolvieren, ist jetzt genau der richtige Moment, sich damit zu beschäftigen – denn wer früh informiert ist, trifft bessere Entscheidungen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie die Förderung konkret aussieht und warum gerade Referendare besonders profitieren können. Mehr zum PKV-Einstieg als Referendar erfahren Sie hier.

Altersvorsorgedepot Referendare

Das Wichtigste in Kürze

  • Bis zu 540 € Grundzulage jährlich: Plus Kinderzulage und Berufseinsteigerbonus für unter 25-Jährige.

  • Gesetz bereits in Kraft: Start der Produkte ab 1. Januar 2027 geplant.

  • Deutlich flexibler als Riester: Keine Beitragsgarantie, dafür echte Kapitalmarktrendite.

  • Beamtenversorgung hat reale Lücken: Das Altersvorsorgedepot kann sie systematisch schließen.

  • Jetzt vorbereiten lohnt sich: Der Zinseszinseffekt arbeitet mit jedem Jahr früher für Sie.

Albert Sibert

Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater mit Schwerpunkt auf Beamte, Referendare und Anwärter. Seit 2019 begleite ich Sie bei Beihilfe, PKV, BU und Altersvorsorge – mit über 250 Partnergesellschaften statt nur einem Produkt.

Was ist das Altersvorsorgedepot – und wie hoch ist die Förderung wirklich?

Group 444

Ben, 24, Referendar – warum sein Alter jetzt bares Geld wert ist

Das Altersvorsorgedepot ist das Herzstück der Reform der privaten Altersvorsorge in Deutschland und löst die Riester-Rente ab. Statt wie bisher überwiegend in konservative Versicherungsprodukte fließt das Geld direkt in Wertpapiere – vor allem ETFs und andere Fonds, ohne gesetzlich vorgeschriebene Kapitalgarantie. Ben, 24, Referendar im höheren Dienst, hat sich die genaue Förderstruktur angeschaut und war überrascht, wie konkret die Zahlen bereits feststehen.

Für die ersten 360 Euro Eigenbeitrag pro Jahr legt der Staat 50 Cent pro eingezahltem Euro dazu, das sind bis zu 180 Euro. Für weitere Beiträge bis 1.800 Euro kommen 25 Cent pro Euro hinzu, bis zu 360 Euro. Die maximale Grundzulage liegt damit bei 540 Euro pro Jahr. Dazu kommt eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind. Besonders relevant für Ben: Sparerinnen und Sparer unter 25 Jahren erhalten einmalig einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro, und wer weniger als rund 26.250 Euro brutto im Jahr verdient, bekommt zusätzlich 175 Euro jährlich als Geringverdiener-Bonus. Als 24-jähriger Referendar mit überschaubarem Einkommen kann Ben potenziell von mehreren dieser Bausteine gleichzeitig profitieren.

Referendare und Altersvorsorge: eine unterschätzte Kombination

035-unbalanced

100 Euro monatlich werden zu 196.000 Euro

Viele Referendarinnen und Referendare machen den Fehler, das Thema Altersvorsorge auf später zu verschieben – „erst mal abwarten, bis ich verbeamtet bin“, hört man häufig. Genau das kann teuer werden. Das Referendariat bietet eine gute Gelegenheit, Grundlagen zu legen und finanzielle Gewohnheiten aufzubauen, auch wenn das Einkommen überschaubar ist. Als Lehramtsreferendar in Baden-Württemberg erhält man beispielsweise rund 1.100 bis 1.400 Euro netto im Monat – das klingt nach wenig Spielraum, doch selbst kleine Beträge können langfristig eine erhebliche Wirkung haben, wenn sie früh und konsequent investiert werden.

Ein Rechenbeispiel: Wer mit 27 Jahren monatlich 100 Euro in ein renditeorientiertes Depot einzahlt und dabei eine durchschnittliche Rendite von 6 Prozent pro Jahr erzielt, hat bis zum 67. Lebensjahr rund 196.000 Euro angespart – davon wurden selbst nur 48.000 Euro eingezahlt, den Rest hat der Zinseszinseffekt erledigt. Rechnet man die staatliche Förderung des Altersvorsorgedepots noch mit ein, fällt das Ergebnis nochmals spürbar besser aus.

Wie sich das Altersvorsorgedepot von Riester unterscheidet

034-unbalanced

Warum der Vergleich mit Riester deutlich zugunsten des neuen Modells ausfällt

Der Vergleich mit Riester drängt sich auf – und er fällt deutlich zugunsten des neuen Modells aus. Riester war gut gemeint, aber in der Praxis oft enttäuschend: Die gesetzlich vorgeschriebene Beitragsgarantie zwang Anbieter in konservative, renditeschwache Anlagestrategien, sodass für Aktien-ETFs kaum Platz blieb. Millionen Menschen sparten brav und sahen am Ende kaum reale Rendite.

Das Altersvorsorgedepot verzichtet bewusst auf diese Kapitalgarantie. Das klingt zunächst riskant, ist aber bei einem langen Anlagehorizont von 20, 30 oder 40 Jahren statistisch kaum ein Problem – global diversifizierte Aktienanlagen haben historisch über solche Zeiträume stets positive Renditen erzielt. Wichtig zu wissen: Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und können bis zum Wechsel unverändert weiterlaufen, neue Riester-Abschlüsse wird es künftig aber nicht mehr geben. Für Referendare und junge Beamte ist das eine gute Nachricht – sie können das Altersvorsorgedepot mit einem kostengünstigen ETF-Sparplan kombinieren und so eine moderne, effiziente Vorsorgestrategie aufbauen.

Warum die Beamtenversorgung allein nicht reicht

Group 440

Bens Kollegin Mia – später Berufseinstieg, weniger Dienstjahre

Ein weit verbreiteter Irrtum unter angehenden Beamten: „Ich bekomme später eine gute Pension, ich muss gar nicht privat vorsorgen.“ Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Zwar ist die Beamtenversorgung grundsätzlich solider als die gesetzliche Rente, aber auch hier gibt es relevante Lücken. Bens Kollegin Mia hat erst nach einem Masterstudium und Auslandssemester ihr Referendariat begonnen – entsprechend weniger ruhegehaltfähige Dienstjahre wird sie am Ende sammeln als jemand, der direkt nach dem Bachelor eingestiegen ist.

Hinzu kommt: Das Versorgungsniveau sinkt durch verschiedene Reformen schrittweise, und die Lebenshaltungskosten im Alter entwickeln sich oft anders als erwartet – Gesundheitskosten, Pflege, Wohnen. Eine Versorgungslücke von mehreren hundert Euro monatlich ist bei vielen Beamtinnen und Beamten durchaus möglich. Das Altersvorsorgedepot kann genau hier ansetzen und diese Lücke systematisch schließen – gefördert und renditeorientiert. Mehr zur Beamtenversorgung und ihren Lücken erfahren Sie hier.

Was Sie als Referendar jetzt konkret tun können

icon-checkmark

Drei Schritte, die sich schon vor Januar 2027 lohnen

Der Start ist für Januar 2027 vorgesehen, vorbereiten kann man sich aber schon heute. Erstens: Sich über die aktuellen Entwicklungen rund um das Altersvorsorgedepot informieren – das Gesetz steht fest, die konkrete Produktauswahl und Anbieterkonditionen werden aber erst nach und nach klar. Wer das Thema jetzt versteht, kann 2027 sofort handeln, ohne wertvolle Zeit zu verlieren. Zweitens: Die Übergangszeit nutzen, um finanzielle Grundlagen zu legen – ein breit gestreuter ETF-Sparplan, ein solides Haushaltsbuch, ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsgehältern sind keine Luxusthemen, sondern Basics, die sich jetzt schon angehen lassen.

Drittens: Sich individuell beraten lassen. Ob das Altersvorsorgedepot für die eigene Situation – Bundesland, Laufbahn, Familienstand, Einkommenshöhe – das optimale Instrument ist oder eine Kombination mit anderen Produkten sinnvoller wäre, lässt sich pauschal nicht sagen. In der Beratungspraxis zeigt sich immer wieder, wie viel Potenzial verschenkt wird, einfach weil das Thema aufgeschoben wird. Das Altersvorsorgedepot bietet Referendarinnen und Referendaren eine echte Chance: früh einsteigen, staatliche Förderung mitnehmen, Rendite über Jahrzehnte aufbauen.

FAQ: Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot für Referendare

Wie hoch ist die Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Für die ersten 360 Euro Eigenbeitrag im Jahr gibt der Staat 50 Cent pro eingezahltem Euro dazu, für weitere Beiträge bis 1.800 Euro 25 Cent pro Euro. Die maximale Grundzulage liegt bei 540 Euro jährlich, hinzu kommen Kinderzulagen bis 300 Euro pro Kind sowie ein einmaliger Berufseinsteigerbonus von 200 Euro für unter 25-Jährige.
Ist das Altersvorsorgedepot schon beschlossen oder noch geplant?
Das Gesetz ist bereits verabschiedet: Der Bundestag stimmte am 27. März 2026 zu, der Bundesrat am 8. Mai 2026, seit dem 29. Mai 2026 ist es in Kraft. Der Start der Produkte ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen.
Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?
Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und laufen unverändert weiter. Neue Riester-Verträge können jedoch nicht mehr abgeschlossen werden, sobald das Altersvorsorgedepot verfügbar ist. Ein Wechsel in das neue Fördersystem ist möglich.
Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für Referendare besonders?
Ja, gerade weil viele Referendarinnen und Referendare unter 25 Jahre alt sind und vom einmaligen Berufseinsteigerbonus profitieren können. Zusätzlich sorgt der lange Anlagehorizont dafür, dass sowohl Förderung als auch Zinseszinseffekt maximal wirken.
Gibt es beim Altersvorsorgedepot eine Kapitalgarantie?
Nein, das Altersvorsorgedepot verzichtet bewusst auf eine Beitragsgarantie, anders als die klassische Riester-Rente. Das Geld wird direkt in Wertpapiere wie ETFs investiert, wodurch höhere Renditechancen bei einem gewissen Marktrisiko entstehen.
Deckt das Altersvorsorgedepot die Versorgungslücke von Beamten vollständig ab?
Nicht automatisch. Ob und wie stark eine Versorgungslücke besteht, hängt von individuellen Faktoren wie Dienstjahren, Bundesland und Familienstand ab. Das Altersvorsorgedepot kann ein wichtiger Baustein sein, ersetzt aber keine individuelle Bedarfsanalyse.

Vorsorge ganzheitlich absichern: Das gehört dazu

033-health insurance

Ohne diese zwei Bausteine bleibt Ihre Planung lückenhaft

Das Altersvorsorgedepot ist ein wichtiger Baustein, aber vollständig abgesichert sind Sie erst, wenn diese zwei weiteren Bereiche stimmen:

  • Dienstunfähigkeitsversicherung: Gerade in den ersten Dienstjahren ist der staatliche Schutz bei Dienstunfähigkeit minimal. Mehr zur Dienstunfähigkeitsversicherung erfahren Sie hier.

  • Notgroschen zuerst: Bevor investiert wird, sollten 3 bis 6 Nettomonatsgehälter als liquide Reserve bereitstehen. Mehr zum Notgroschen aufbauen erfahren Sie hier.

Mein Rat: Warten Sie nicht. Beim Altersvorsorgedepot für Referendare zahlt sich früh informiert sein am meisten aus. Informieren Sie sich, machen Sie einen Plan – und holen Sie sich bei Bedarf kompetente Unterstützung.

Vereinbaren Sie jetzt Ihr kostenloses Erstgespräch. Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen →

Albert Sibert

Albert Sibert

Über mich

Unabhängiger Finanzberater mit Schwerpunkt auf Beamte, Referendare und Anwärter im öffentlichen Dienst. Seit 2019 begleite ich Sie bei Beihilfe, PKV, Dienstunfähigkeit und Altersvorsorge – mit über 250 Partnergesellschaften zur Auswahl.

  • Über 250 Partnergesellschaften: Ich vergleiche unabhängig, statt nur ein Produkt zu verkaufen.
  • Spezialisiert auf den öffentlichen Dienst: Beihilfe, PKV und Beamtenversorgung kenne ich im Detail.
  • Persönliche Betreuung: Sie erreichen mich direkt, ohne Warteschleife oder Callcenter.

Kostenfreie, individuelle Beratung

100% kostenfrei & unverbindlich